“Diamonds are a girl`s best friend !” 

 

Der stärkste Ausdruck von Individualität und Design lässt sich mit gefassten Steinen erzielen. Brillanten sind hierbei mit Abstand die größten Blickfänger und die Lieblinge der Frauen. Das Twinset , dass heißt der Damenring erhält einen Diamanten dazu, avancierte in den letzten 10 Jahren zum absoluten Renner bei Brautpaaren. Da es bei Brillianten auch große Unterschiede in Qualität und Preis gibt, hier eine Aufstellung der gängigsten Bezeichnungen. 

 

Zur Einführung und Erklärung:
Diamanten sind das härteste Material auf Erden. Bestehend aus reinem Kohlenstoff unter größten Druck und Hitze in aufsteigenden Vulkanschloten entstanden. Sie faszinieren durch ihre innere Schönheit und dem Feuer das durch den richtigen Schliff geweckt wird. Nur 5% aller gefundenen Steine können überhaupt für die Schmuckwarenindustrie verwendet werden. Der größte Teil ist zu verunreinigt oder zu verschmutzt und kann nur für industrielle Zwecke (Bohrer, Trennscheiben usw.) benutzt werden. 

Schmuckdiamanten werden in die 4 großen C eingeteilt:

 

1.Carat (auf Deutsch Karat) 
Karat ist eine Gewichtseinheit und kein Größenmaß. Das Gewicht von einem Karat Brillant entspricht nur 0,2 Gramm Gewicht. Ein 1-karätiger runder Brillant hat auf der Oberfläche einen Durchmesser von ca . 6,37 mm und cirka die selbe Höhe. Um kleinere Diamanten zu bezeichnen wird das Karat in 100 Punkte unterteilt. So entstehen Bezeichnungen wie: 0,03 Karat dies ist die gebräuchlichste Größe bei Brillanten in Trauringen. Aber je nach Wunsch und Form des Trauring kann man aber auch größere Steine fassen, dazu muss aber die Ringschiene eine Mindestdicke aufweisen. Eine Bombierung hilft hierbei ungemein, da die Bombierung die Ringschiene verstärkt ohne das sie den Ring optisch dicker erscheinen lässt. 

 

2. Colour (auf Deutsch Farbe) 
Beim Entstehungsprozess in der Vulkanmagma kristallisiert flüchtiger Kohlenstoff in einen anderen Aggregatzustand und wird fest. Bei diesem Prozess nimmt der entstehende Stein meist Spuren von anderen Elementen in seiner Umgebung auf, meist Schwefel. Dies führt zu einer Gelbfärbung des fertigen Steins, andere Elemente führen zu Brauntönen und zu den seltenen Fancy Colours wie Blau, Rosa oder Grün. Wenn keine Beimengungen von anderen Elementen spricht dann von weißen Diamanten. Weiße Diamanten sind wie Sie sehen damit automatisch seltener und auch teurer. 

Die international anerkannte Graduierung von Diamanten lautet wie folgt: 
RB – river blue – die Beste und seltenste Farbe, hochfeines Weiß mit einem kleinen Schuss Blau, aber nur unter der Lupe zu sehen

TW – top wesselton – hochfeines Weiß

W – wesselton – feines Weiß

TC – top cape – leichtes Gelb

Die Liste geht noch weiter mit farbigen Tönen, diese sind aber für Trauringe nicht relevant. Bei Diamanten in Trauringen verwenden wir grundsätzlich nur weiße Brillanten da wir der Meinung sind das für Trauringe das Beste gerade gut genug sein soll. 

 

3.Clearity (auf Deutsch Reinheit) 
Neben Farbstoffen kann der Diamant auch kleine Einschlüsse enthalten. Diese können sein: Gasbläschen, Risse, Mineralien usw. Die international anerkannte Graduierung bei Reinheit heißt: 

IF – internaly flowness lupenrein – (unter der 10-fach Lupe mit dem geübten Auge keine Einschlüsse zu erkennen)

vsi – very very small inclusions – sehr sehr kleine Einschlüsse

vsi – very small inclusions – sehr kleine Einschlüsse

si – small inclusions – kleine Einschlüsse die Brillanz nicht störend

Piquet 1 bis Piquet 3 – deutliche Einschlüsse

In Trauringen sollten die Einschlüsse nicht größer sein als “si -kleine Einschlüsse die Brillanz nicht störend”. Die meisten Brautpaare legen aber absolut Wert auf beste Qualität, das heißt Lupenrein sollte der Stein dann schon sein. Dieses Gefühl eines edlen Stein der beste Qualität hat ist mit nichts anderen zu vergleichen. 

 

4. Cut (auf Deutsch Schliff) 
Brillant ist eine Schliffart des Diamanten. Das heißt: Jeder Brillant ist ein Diamant mit einem Brillantschliff. 

Die bekanntesten Schliffarten von Diamanten sind: 

Brilliant:

dieser Schliff besteht aus 57 Facetten die mathematisch genau berechnet dass einfallende Licht senkrecht wieder aus dem Stein zurück strahlt. Dies nennt man das “Feuer eines Steines” wecken.

Marquis

der Vierkantschliff, hat einen eigenen Reiz, kühl sachlich geometrisch

Navette

oval spitzzulaufend , die Steingröße ist hier für die Wirkung entscheidend

Treppschliff

nur für große und reine Steine zu empfehlen

Tropfen

wie der Name schon sagt , reizvolle Möglichkeit für Designer

 

 

Die Möglichkeiten der Oberflächenbearbeitung geht schier ins Unendliche. Nachfolgend können nur die gängigsten Oberflächen gezeigt und beschrieben werden. 

  • glatt und poliert
  • sandgestrahlt – hier wird die Oberfläche aufgeraut
  • seidenmatt – wie sandgestrahlt nur feiner
  • perlmatt – noch einen Effekt mehr
  • riefenmatt – diese Oberfläche ist wie eine Gravur von außen und damit ins Metall eingelassen und hält damit auch längeren Beanspruchungen stand
  • eismatt – die stärkste Mattierung mit dem eigenen Flair
  • gebürstet – längs oder quer zur Ringschiene erzeugt dieses Verfahren ein 3-D Effekt auf matter Oberfläche
  • Borke – diese Oberfläche ist ein eigenes Designmerkmal
  • Hammerschlag – viele, viele kleine Gruben erzeugen einen unverwechselbaren Charakter.

 

Natürlich erweitert sich das Spektrum der Oberflächen weiter, wenn man dann noch die verschiedenen Bearbeitungen kombiniert (z.B. glatt-poliert mit sandgestrahlt usw.) 

Trauringe leben mit Ihnen und müssen alles mitmachen, dazu braucht man Legierungen die besonders hart und langlebig sind.

 

Goldlegierungen:

Gold 333 (8 Karat) – die günstige Alternative

Gold 585 (14 Karat) – 80% aller Trauringe werden mit dieser farbechten und robusten Goldmischung gefertigt.

Gold 750 (18 Karat) – nur ca. 5 % weicher als 585, vermittelt das tolle Material das Gefühl von nahezu reinem Gold.

Gold 999 (24 Karat) – in reinem Gold werden keine Trauringe produziert, da das Material wirklich zu weich ist. Aber als Einlage in hochwertigen Platinringen ist es möglich, da es vom Platin ein wenig geschützt wird.

 


GOLD, WEIßGOLD UND ROTGOLD

Gold muss durch seine physikalische Eigenheit, man sagt Gold ist weich, legiert werden. Legierung heißt: zum reinen Gold werden weitere Bestandteile hinzugefügt um das Material zu härten und verarbeitungsfähig zu machen. 

Trauringgold ist das härteste Schmuckgold das produziert wird und damit auch das Hochwertigste. Man muss sich vorstellen, dass einen haushohe Schlagmaschine auf das Material solange einschlägt bis es auf Molekularebene zusammenrückt und damit härtet. Die Maschine entwickelt bei diesem Arbeitsgang einen Lärmpegel eines startenden Düsenjägers mit bis zu 140 Dezibel. 

Aus diesem Material werden nun fugenlose Rohre gezogen und scheibenweise die Ringe abgeschnitten. 

 

WEIßGOLD
Der Grundton von Gold ist, wie wir alle wissen, Gelb, in der Legierung mit Silber oder Palladium wird diese Farbe so richtig intensiv, so wie wir den Farbton kennen. 
Weißgold wird hergestellt mit der Legierung von Palladium. Palladium ist ein Edelmetall stark verwandt mit dem Platin. Dieses Palladium “färbt” sozusagen das Material Gold von Gelb in Weiß um.

 

 Das heißt z.B.: Ein Weißgoldring “585” besteht aus 58,5 % Gold und ca. 15-18% Palladium, ca.9- 12% Silber und 4-5 Spuren von weiteren härtenden Metallen und Beimengungen wie Wismut, Iridium usw. 

 

ROTGOLD 
Rotgold wird genauso legiert nur das hier der Anteil von Kupfer größer ist um den roten Ton zu erzielen. 

 

PLATIN 
Das edelste und reinste aller Trauringmaterialien. Die Materialbezeichnung die eingestempelt wird ist: Pt 950, dies bedeutet das 95% reines Platin verwendet wird, der kleine Rest von nur 5% ist hauptsächlich Palladium (ein Platinverwandter) das aus produktionstechnischen Gründen gebraucht wird. 
Ob als pure Platinringe oder mit einer Einlage aus reinem Gold, Platin vermittelt immer diesen Besitzerstolz der in der Werbung so treffend propagiert wird: “Zu Wissen es ist Platin” 
Denn sehen kann es der flüchtige Betrachter meist nicht, aber halten Sie einmal einen Platinring in Händen, Sie werden überrascht sein vom Gefühl und vor allem vom Gewicht. Das hohe spezifische Gewicht von Platin muss man einmal gespürt und in den Händen gewogen haben. 
Und wenn dann noch feine Brillanten in den Ring gesetzt werden heißt es: “Exklusiver geht es nicht” 

 

SILBER 
Hier heißt die Stempelung im Ring meist “925” manchmal aber auch “835” oder “800”. Dies sind aber minderwertige Legierungen und in Deutschland wenig verbreitet. “925” benennt man auch mit dem Zusatzprädikat “Sterling Silber” um die Hochwertigkeit der Silberlegierung zu unterstreichen. Sterling Silber ist meist auch zusätzlich anlaufgeschützt. 
Silber strahlt in der heutigen Zeit den Zeitgeist und die Modernität wieder. Die Modefarben und die Outfits der jungen Generation harmonieren mit Silber erst klassisch und sind sehr gefragt. Für Trauringe ist Silber aber nicht hart genug um eine lange Lebensdauer zu garantieren, aber bestens geeignet sind Silberringe als Partner-ringe für die erste Liebe, oder als Freundschaftsringe versehen mit einer Gravur. 

 

TITAN 
Modernstes Material aus der Raumfahrttechnik. Sehr leicht aber auch sehr widerstandsfähig, säurefest und sehr belastbar in der Verwindung. In der Ringschiene wird der Schriftzug “Titan” geprägt. 
Die kühle, überlegene Ausstrahlung des Metalls spricht meist Vertreter aus technischen Berufen an. 

 

STAHL 
Edelstahl ist der neueste Trend in der Schmuckbranche. Absolut rostfrei und nickel frei, das garantieren die Hersteller. Tolle Kombinationsmöglichkeiten mit Steinen und Formen verleiten die Designer immer wieder zu erstaunlichen Ergebnissen. 

Auch bei den Ringformen gibt es eine schier übergroße Formenauswahl. Wie Sie aus der untere Grafik ersehen können sind sämtliche Kombinationen möglich, aber die größte Innovation ist aber die Bombierung und sollte heutzutage bei keinem Ring mehr fehlen. 

Bei der Bombierung wird das Innenprofil halbrund gestaltet, dadurch schmiegt sich der Ring optimal der Fingerform an. 

Der Tragekomfort ist damit durch nichts zu übertreffen. Bei der Auswahl der Ringe ist dieses Kriterium absolut vorrangig und sollte unbedingt beachtet werden.

Da Trauringe durchgehend getragen werden sind sie auch besonderen Härten ausgesetzt, aber das müssen sie aushalten. Die hohe Qualität der Schmucklegierung und die besondere Art der Herstellung garantieren Ihnen einen lange Lebensdauer. Trotzalledem kann die Oberfläche im Laufe des Gebrauchs ein wenig leiden. Es entstehen Kratzer, Schlieren oder die Ringe sind nicht mehr so hochglänzend wie am ersten Tag. 

Dies sollten Sie aber als ein Zeichen des Lebens miteinander und der Zeitläufe ansehen. Die Ringe leben mit Ihnen und durch Sie, in allen Höhen und Tiefen, in Freud und Leid, in guten und in schlechten Zeiten. 

Aber sämtliche Oberflächenstrukturen lassen sich wieder herstellen. Ein Besuch in unserem Hause und ein wenig Geduld für die Aufpolitur und Ihr Ring strahlt wieder wie am Tag der Entscheidung füreinander. 

Auch zu Hause kann mit einem Goldbad und einem Goldpoliertuch schon sehr vieles bewirken.